Teller mit Ernährungspyramide bemalt

Die Ernährungspyramide im Detail

Heutzutage ist es nicht so einfach, sich in unserer Konsumgesellschaft, unter der Vielzahl von angebotenen Lebensmitteln gesund und ausgewogen zu ernähren. Es gibt unterschiedliche Empfehlungen, wie genau man sich am besten ernähren sollte. Dies umzusetzen, fällt uns allerdings im Alltag sehr schwer. Die sogenannte Ernährungspyramide basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und wird grundsätzlich von jedem Ernährungsberater in der Praxis angewendet. Die Ernährungspyramide zeigt auf den ersten Blick, welche Nahrungsmittel bevorzugt gegessen oder getrunken werden sollten und welche eher mit Vorsicht zu genießen sind. Lebensmittel, die sich an der Basis der Pyramide befinden, nehmen den meisten Platz ein und sollten auch bevorzugt für eine gesunde Ernährung verzehrt werden. Im Gegensatz zur Basis sollten die Lebensmittel an der Spitze der Ernährungspyramide nur in geringen Mengen verzehrt werden. In der Regel befinden sich an der Spitze kalorien- und fettreiche Nahrungsmittel. Durch den relativ einfachen Aufbau der Ernährungspyramide kann der Ernährungsberater sie auch besonders gut bei Kindern und Jugendlichen in seiner Beratung einsetzen.

Als Faustregel gilt: Je größer das dargestellte Nahrungsmittelsegment ist, umso häufiger können Sie ohne schlechtes Gewissen zugreifen.

Die unterste Ebene: Getränke

Die wichtigste Grundlage einer gesunden Ernährung bilden die Getränke, welche dadurch auf der untersten Ebene der Ernährungspyramide zu finden sind. Ein durchschnittlicher Erwachsener sollte täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Einem Sportler empfiehlt sich, diese Menge auf mindestens 2,5 Liter pro Tag zu erhöhen. Besonders zu empfehlen sind Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßte Tees. Alkohol oder Limonaden sind nicht Teil der untersten Ebene und daher in der Spitze der Pyramide angesiedelt.

Die zweite Ebene: Obst und Gemüse

Auf der zweiten Ebene ist Obst und Gemüse angesiedelt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass Sie zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich verzehren. Obst und Gemüse besitzen in der Regel sehr wenige Kalorien, sodass Sie ruhig beherzt zugreifen können. In der Ausbildung erlernt der Ernährungsberater, wie er Ihnen Wege aufzeigen kann, optimal die kleinen Obst und Gemüse Mahlzeiten in Ihren täglichen Speiseplan einzubauen.

Die dritte Ebene: Getreide und Kartoffeln

Es wird empfohlen, mehrmals täglich Getreideprodukte und Kartoffeln zu sich zu nehmen. Diese enthalten wichtige Kohlenhydrate, Mineralstoffe sowie ausreichend Ballaststoffe. Es ist möglich Getreide und Kartoffeln in Form von Nudeln, Müsli oder Brot zu sich zu nehmen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Getreideprodukte aus dem vollen Korn bestehen, da diese eine höhere Nährstoffdichte liefern als andere.

Die vierte Ebene: Milchprodukte, Fleisch und Fisch

Auf der vierten Ebene finden wir Milchprodukte, Fleisch und Fisch, welche man auch als tierische Lebensmittel bezeichnet. Milchprodukte enthalten sehr viel Calcium und Eiweiß und sollten täglich in Form von Joghurt, Milch oder Käse gegessen werden. Zusätzlich sollte Fleisch oder Wurst ihren Ernährungsplan ergänzen, und zwar höchstens zwei bis drei Mal die Woche. Zu guter Letzt ist auf der vierten Ebene der Ernährungspyramide noch der Fisch zu erwähnen. Zu bevorzugen ist es, ein bis zweimal die Woche einen Seefisch zu essen. Er enthält wertvolle Jod und Omega-3-Fettsäuren.

Die fünfte Ebene: Fette und Öle

Auf der vorletzten Ebene finden wir Fette und Öle vor, die unser menschlicher Körper unbedingt benötigt, da sie wertvolle Fettsäuren enthalten. Allerdings stehen Fette und Öle nicht ohne Grund auf der vorletzten Ebene der Ernährungspyramide. Sie besitzen zusätzlich zu ihren wertvollen Fettsäuren eine ganze Menge an Kalorien. Es wird empfohlen, Fette und Öle nur ganz gezielt anzuwenden. Gänzlich darauf verzichten sollten Sie nicht.

Spitze: fett- und kalorienreiche Lebensmittel

In der obersten Ebene der Ernährungspyramide finden wir sehr fett- und kalorienreiche Lebensmittel wie Süßigkeiten, Kuchen, Pommes, Pizza, Fruchtsäfte, Limonade oder Alkohol vor. Darauf verzichten möchten natürlich die wenigsten. Daher sollten Sie auf die Dosierung achten und diese Lebensmittel einfach nicht täglich zu sich nehmen. Der Ernährungsberater kann Ihnen durch sein angeeignetes Wissen einen genauen Ernährungsplan anhand der Ernährungspyramide aufstellen. Zudem weiß er, welche Lebensmittel welche Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthalten, sodass Ihr täglicher Bedarf optimal gedeckt wird.

Fernstudium zum Ernährungsberater

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Ist die Ernährungspyramide noch zeitgemäß?

Empfehlungen der Ernährungspyramide sind niemals starr, sondern unterliegen durch neue Forschungs- und Studienergebnisse und gesellschaftliche Veränderungen dem Wandel der Zeit. Die heute in Teilen noch gültige Ernährungspyramide stammt bereits aus den 1950er Jahren und wurde ursprünglich als zweidimensionales Modell eingeführt. Eine erste Modifizierung der Ernährungspyramide erfolgte im Jahre 2005. Zu diesem Zeitpunkt wurde aus der zweidimensionalen eine dreidimensionale Ernährungspyramide. Zugleich haben sich länderspezifische Ernährungspyramiden durchgesetzt. Durch die Menge an verschiedenen Ernährungsrichtlinien und -modellen und sich widersprechender Aussagen zur Ernährung sind Verbraucher oftmals verunsichert.

Ernährungspyramiden in Deutschland, Schweiz, Österreich

Die deutsche Ernährungspyramide empfiehlt die vermehrte Aufnahme von Kohlenhydraten. Dahinter steckt unter anderem die Annahme, ein langanhaltendes Sättigungsgefühl zu erzeugen, sowie die Botschaft, Fett sei generell ungesund und nicht zu empfehlen. Bei parallelem Anstieg eines Bewegungsmangel der Bevölkerung hat sich diese Empfehlung jedoch nicht bewährt. Zudem berücksichtigt die Ernährungspyramide zu wenig individuelle Gewohnheiten oder Unverträglichkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Die modifizierte Ernährungspyramide der Schweiz von 2005 empfiehlt demgegenüber Getreideprodukte nur als Beilage zu einer Hauptmahlzeit und fokussiert generell eher verschiedene Gemüsesorten. Österreich veröffentlichte 2007 eine sogenannte 7-Stufen-Pyramide mit einer ganz eigenen Gewichtung der Lebensmittel, die besonders auf Abwechslung setzt und auch Getränke mit einschließt.

Schwächen der Ernährungspyramide

Als Empfehlung für eine ausgewogene Ernährungsweise stellt die Ernährungspyramide eine von vielen verschiedenen Empfehlungen dar. Die „klassische“ Ernährungspyramide gilt als veraltet, da sie den Fokus zu stark auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot oder Nudeln legt. Um sie an die neuesten gesellschaftlichen Entwicklungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse anzupassen, sind verschiedene modernisierte Versionen erschienen, wie zum Beispiel die vegane Ernährungspyramide. Empfehlungen wie die Ernährungspyramide oder auch der Ernährungskreis der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) lassen sich grundsätzlich individuell interpretieren und umsetzen. Das birgt zugleich die Schwächen dieser Ernährungsmodelle, da die genutzten Oberkategorien wie zum Beispiel „Getreide“ oder „Öle und Fette“ nicht zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln unterscheiden. So bringen pflanzliche Fette oftmals bessere, ungesättigte Fettsäuren mit sich, die dabei helfen können, einen zu hohen Cholesterinspiegel zu senken. Ähnlich verhält es sich bei Kohlenhydraten, die umgangssprachlich in „gut“ oder „schlecht“ eingeordnet werden, was allerdings in den Ernährungsmodellen keine Berücksichtigung findet. Sogenannte schlechte Kohlenhydrate aus hellem Brot, Früchten oder Süßigkeiten führen zu einem schnellen Anstieg und anschließendem Abfall des Blutzuckerspiegels, was oft in Heißhungerattacken resultiert. Langsamer wirken sich dagegen „gute“ Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse und Vollkornprodukten aus, die der Körper erst aufspalten muss, bevor er sie verwertet. Durch Unwissenheit lässt sich dadurch, trotz Einhaltung der Ernährungspyramide, eine ungesunde oder nicht ausreichend ausgewogene Ernährung umsetzen. Ebenso sagt diese Empfehlung nichts über den Gehalt von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen oder Nahrungsergänzungsmitteln aus. Sie beugen also nicht automatisch Defiziten vor, weil Sie sich an der Pyramide orientieren. Wer sich intensiver mit seiner Ernährung beschäftigen möchte, kann natürlich dennoch ein Ernährungsmodell als Orientierung nutzen. Zu bedenken sind dabei die genannten Einschränkungen, die diese Modelle und darüber hinaus alle Ernährungsrichtlinien mit sich bringen.

Ernährungshinweise und Ernährungsinformationen

Natürlich sind die grundsätzlichen Empfehlungen der Ernährungspyramiden auch heute noch verifizierbar und nützlich, empfehlen sie doch im Grunde genommen nichts anderes als eine gesunde Mischkost. Wer jedoch die eigene Ernährungsweise als Prophylaxe gegen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen einsetzen möchte, muss sich etwas tiefgreifender mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Für Ernährungsberater ist die Ernährungspyramide weiterhin von großem Nutzen, allerdings eingebettet in ein individuelles Ernährungs- und Stoffwechselprofil.
Egal an welchem Modell Sie sich orientieren, oder ob Sie sich für eine vegane, vegetarische, Paleo oder Low Carb Ernährungsweise entscheiden, sollten Sie solche Empfehlungen nicht als statisch oder Ultima Ratio sehen. Auf unseren Seiten finden Sie nicht nur Informationen zu den unterschiedlichen Ernährungsweisen, sondern auch zu den mit diesen in Zusammenhang stehenden Berufen.

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